Glassman-Lassalle Zen-Linie

Geschichte der Linie

Die Glassman-Lassalle Zen-Linie hat ihren Namen vom zeitgenössischen Zen-Meister Bernard Tetsugen Glassman (geb. 1939) und dem Jesuitenpater Hugo Enomiya Lassalle (1898-1990). Die Linie wurde 2003 von Zen-Meister P. Niklaus Brantschen SJ (geb. 1937) und der Zen-Meisterin Pia Gyger ktw. (geb. 1940) gegründet, nachdem beide von Glassman Roshi Inka Shômei, das Siegel der Bestätigung mit der vollen Kompetenz als Zen-Meister, erhalten hatten.

Glassman Roshi gehört dem Sôtô-Zen an und ist Mitglied der amerikanischen „White Plum Asanga“, die von seinem Vorgänger Taizan Maezumi Roshi (1931-1995) gegründet wurde. Glassman ist ein unorthodoxer Zen-Meister, der durch sein soziales Engagement und die Friedensförderung weltweit Bekanntheit erlangte. Zudem ist er Gründer der „Zen Peacemakers Sangha“.

Hugo Enomiya Lassalle war lange Superior der Jesuitenmission in Japan. Er studierte Zen bei Harada Sogaku Daiun Roshi (1871-1961) und Yamada Kôun Roshi (1907–1989), von welchem er die Zen-Lehrbefugnis erhielt. Er wurde ein Wegbereiter des Zen in Europa und setzte sich für den interreligiösen Austausch zwischen Zen-Buddhismus und Christentum ein.

Niklaus Brantschen und Pia Gyger, Gründer der Glassman-Lassalle Zen-Linie, durchliefen ihre Zen-Schulung hauptsächlich bei Yamada Kôun Roshi in Kamakura, Japan. Er war Vorsitzender der Sanbô-Kyôdan Zen-Linie in Japan, die mit ihrer Verbindung von Sôtô- und Rinzai-Zen eine eigene Ausrichtung hat. Die Glassman-Lassalle Zen-Linie pflegt wertvolle Elemente davon, so etwa im Verständnis der Kôan und in den Ritualen.

Der Lehrkörper umfasst nebst den beiden Gründern und Zen-Meistern eine weitere Zen-Meisterin und sechs Zen-Lehrerinnen und Zen-Lehrer (sensei). Das Stammhaus ist das Lassalle-Haus in Edlibach bei Zug (Schweiz), wo sich ein grosses Zendo befindet und viele Zen-Kurse durchgeführt werden.

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