Glassman-Lassalle Zen-Linie

Zen-Meditation

Zen ist ein Übungsweg – keine Philosophie
Erkenntnisse über die tiefe Dimension des Lebens sollen in der praktischen Übung gewonnen werden, und alle Worte sind nicht mehr als Hinweise darauf und Hilfen für den Weg. Im Kulturraum des Buddhismus gewachsen, hat sich Zen über die Welt ausgebreitet, ums Jahr 450 von Indien nach China, im 13. Jh. von dort nach Japan und seit dem letzten Jahrhundert von Japan nach Amerika und Europa. Jedesmal passte sich Zen in der Form der neuen kulturellen Umgebung an, und dennoch blieb es stets gleich – so wie der Ursprung und das Wesen allen Seins unveränderlich sind, ohne Form und doch zutiefst erfüllt.

Zentrales Element der Zen-Meditation ist Zazen – Sitzen im Zen. Mit untergeschlagenen Beinen, Arme und Hände zum Kreis zusammengefasst, sitzen wir ohne Gedanken und finden so zu innerer Ruhe und schliesslich zu tiefer Lebenserkenntnis. Die Zen-Meditation spricht nicht den Intellekt an, sondern zielt auf eine radikale Umwendung unserer Ausrichtung – von aussen nach innen, vom Handeln zum Sein, vom „Wissen“ zum Erkennen.


Zen ist eine Meditationsweise

- die von der Zerstreuung zur Sammlung, von aussen nach innen, von der Oberfläche in die Tiefe führt; deshalb heisst sie auch Tiefenmeditation,
- die ohne „Worte und Begriffe“ auskommt und die – mit offenen Augen – auf keine bestimmten Gegenstände achtet; deshalb heisst sie auch übergegenständliche Meditation,
- die – ohne vor der Welt zu flüchten – in der Stille und im Sitzen vollzogen wird; deshalb heisst sie auch Schweige- oder Sitzmeditation.

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